9a der Realschule Maschstraße siegte

Die Jury der Bundeszentrale für politische Bildung war beeindruckt von der Leistung der Schüler der Realschule Maschstraße. Die Arbeit des Kurses Werte und Normen der Klasse 9a für den 31. „Schülerwettbewerb zur politischen Bildung“ sei beachtlich.

Eingehend hatten sich die Jugendlichen mit ihrem Thema „Verfolgt und ausgebeutet – NS-Zwangsarbeiter“ beschäftigt. Lohn der Mühe: 250 Euro für die Klassenkasse.

Sechs Themen standen zur Auswahl: „Rechtsextremismus – nein danke!“, „Daily Soaps – fast wie im richtigen Leben“, „Aktiv für andere – das Ehrenamt“, „Gerechtigkeit – Verurteilung oder Freispruch“,“Kinder ohne Kindheit“ und „Verfolgt und ausgebeutet – NS-Zwangsarbeiter“.

„Die Schüler haben einen Berg von Informationen zusammengetragen“, berichtet Klassenlehrerin Eva-Maria Ahlers-Görlach. „Was wir über das Leben und die Situation der NS-Zwangsarbeiter gelernt haben, hat niemanden kalt gelassen.“ Besonders interessant fanden die Schüler die Befragung des ehmaligen NS – Zwangsarbeiters David Salz. Er hatte sich für sie einen Vormittag lang Zeit genommen und über seine Erlebnisse berichtet. Die Jugendlichen waren von den Schilderungen betroffen. Interessiert waren die Realschüler auch an einem Besuch der Gedenkstätte Mittelbau-Dora.

Die selbst verfassten Texte und zahlreiche Fotos schickte die Klasse 9a schließlich in Form einer illustrierten Dokumentation an die Bundeszentrale. Die Konkurrenz, gegen die sich die Braunschweiger mit ihrem Beitrag durchsetzen mussten, war groß: Mehr als 70 000 Jugendliche der 6. bis 11. Jahrgangsstufe aus ganz Deutschland beteiligten sich am Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung. Die Juroren – Fachleiter, Mitarbeiter aus Kultusministerien und der Bundeszentrale für politische Bildung – hatten es schwer: Sie mussten immerhin 3143 im Team erarbeitete Werkstücke bewerten.

Braunschweiger Zeitung vom 04.03.2002

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