Preis in Berlin für Schule Maschstraße

Von Harald Duin

Vierter Platz beim bundesweiten Wettbewerb „Denktag 2007“ der Konrad-Adenauer-Stiftung

Beim Jugendwettbewerb „Denktag 2007“ der Konrad-Adenauer-Stiftung hat die Realschule Maschstraße den 4. Platz belegt. Neun der beteiligten Schülerinnen und Schüler nahmen mit ihrer Lehrerin Eva-Maria Ahlers-Görlach in Berlin den Preis entgegen.

In Berlin ausgezeichnet: Schüler der Realschule Maschstraße. Vordere Reihe von links: Monika Zimnowoda (10d), Julia Preugschat (10b), Jacqueline Beeskow (10c), Maximilian Stock (10d), Divya Vignarajasarma (10c). Hintere Reihe: Vicky Subbert (10e), Jana Pachali (10b), Nadine Dziobek (10d), Franziska Gellert (10d), Wilhelm Staudacher, Generalsekretär der Konrad-Adenauer-Stiftung, Lehrerin Eva-Maria Ahlers-Görlach. Foto: KAS, Henning Lüders

Bundestagspräsident Norbert Lammert, Schirmherr des Wettbewerbs, zeichnete insgesamt 18 Gruppen aus Deutschland aus. Zu den prominenten Gästen gehörten Falko Götz, Trainer von Hertha BSC Berlin, Wolfgang Bosbach, stellvertretender der CDU/CSU.Bundestagsfraktion, Stephan J. Kramer, Generalsektretär des Zentralrats der Juden, und die belgische Schriftstellerin Rosine de Dijn. Die Moderation hatte Cherno Jobatay vom ZDF-Morgenmagazin.

Überwiegend hatten Gymnasialschüler an dem Wettbewerb teilgenommen, was den vierten Platz des Wahlpflichtkurses Deutsch, Klasse 10, der Realschule Maschstraße noch wertvoller macht.

Die Braunschweiger Schülerinnen und Schüler hatten das Schicksal zweier polnisch-jüdischer Familien (Festberg und Reiter) in der NS-Zeit recherchiert – das alles im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ des Aktionskünstlers Gunter Demnig. Die „Stolpersteine“, auf dem Kohlmarkt, an der Steinstraße und auf dem Altstadtmarkt verlegt, haben eine Messinghaube, auf denen die Namen jüdischer Bürger stehen, die in Braunschweig gewohnt haben. Das Ehepaar Festberg wurde 1942 ins Warschauer Ghetto deportiert. Die Familie Reiter war Ende 1938 nach Polen abgeschoben worden.

Bei ihren Recherchen sichteten die Realschüler im Stadtarchiv unter anderem alte Adressbücher und mikroverfilmte Tageszeitungen. Am Ende des Projekts stand eine Webseite der Schülerinnen und Schüler, die von Andreas Kleine-Kraneburg, Projektleiter des Denktag-Wettbewerbs 2006, gelobt wurde: „Die Jury fand schon die erste Seite ausgesprochen gut und anregend gestaltet. Hervorzuheben ist auch die besondere Sorgfalt der Arbeit, alle Fotos und Dokumente werden quellenmäßig exakt belegt.“

Kleine-Kraneburg weiter: „Besonders hervorzuheben ist das auch auf die Aktualität bezogene Ziel der Arbeit, nämlich die Bekämpfung des aufkeimenden Rechtsextremismus.“

Den ersten Platz bei diesem Wettbwerb belegten übrigens Schüler aus Wangen (Allgäu) mit ihrer Arbeit „Memoria et Conscientia“ („Erinnerung und Bewusstsein“).

Als Belohnung für ihre engagierte Arbeit dürfen die ausgezeichneten Schüler der Realschule Maschstraße auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung für mehrere Tage nach Berlin fahren. Die Stiftung will für sie ein interessantes Programm zusammenstellen.

Braunschweiger Zeitung vom 01.02.2007

 

 

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