Drei Schulen bekamen 300 Notebooks

Von Henning Thobaben 

Das Projekt „Interaktive Schule“ der Bürgerstiftung läuft seit fast fünf Jahren. Die nun erfolgte Übergabe von 300 Notebooks an die Integrierte Gesamtschule Querum, die Realschule Maschstraße und das Gymnasium Raabeschule ist nach der Einführung von interaktiven Whiteboards an Schulen ein nächster großer Schritt.

Die mit Software ausgerüsteten Notebooks im Gesamtwert von rund 150000 Euro stammen aus der Bildungsinitiative des Chipherstellers Intel. Die Geräte wurden im vergangenen Jahr einem großen Notebook-Test unterzogen. Danach stellte sich die Frage: Was passiert mit den rund 3800 neuwertigen Computern?

„Schulen etwas zu schenken ist in manchen Bundesländern gar nicht erlaubt. Ich bin froh, dass es hier geklappt hat“, sagte Bernd Bielmeier, der bei Intel für Bildungsprojekte zuständig ist. Braunschweig ist einer der größten Standorte des Unternehmens in Europa.

Wissensstand der Schüler kann besser erkannt werden

„Mit den Notebooks und der Software zur pädagogischen Klassenraumsteuerung verfügen wir jetzt über einen weiteren Baustein zum individualisierten Lernen. Der Lehrer kann jetzt genau erkennen, welcher Schüler das gerade behandelte Thema verstanden hat, und welcher Schüler seine persönliche Hilfe benötigt“, sagte Ulrich Deissner von der Bürgerstiftung. Er betonte zudem, dass die Bürgerstiftung mit dem Projekt interaktive Schule offene Türen bei den Lehreinrichtungen eingerannt habe.

Und auch die Stadt heißt das Engagement willkommen. „Die Stadt kann nicht alle Schulen mit modernster Technik ausstatten“, erklärte Bürgermeisterin Friederike Harlfinger. Dass die schuleigenen Notebooks von den Schülern jetzt nicht mehr nur in den Klassenräumen, sondern auch zu Hause genutzt werden können, sei eine tolle Sache. Die Geräte sollen als Klassensätze genutzt werden – so bekommt jedes Kind einer Klasse einen Rechner.

Dass die Voraussetzungen für interaktives Lernen auch vonseiten anderer Akteure ausbaufähig ist, stellte Deissner heraus. Viele Schulbuchverlage sperrten sich gegen Lernmaterialien in digitaler Form. Aber: Der Westermann-Verlag werde das Projekt mit Beginn des neuen Schuljahrs unterstützen.

Braunschweiger Zeitung, 02.07.2012

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