Fahrt der Klasse 10b nach Berlin 2012

In der letzten Woche vor der Zeugnisausgabe fuhr die Klasse 10b mit Frau Ahlers-Görlach und Frau Schille für drei Tage nach Berlin. In diesen wenigen Tagen erlebte die Klasse mehr als viele in einer Woche. Untergebracht waren die SchülerInnen in einer Jugendherberge in Potsdam.

Nach dem Einchecken fuhren wir gleich los nach Berlin-Mitte. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln dauert die Fahrt 40 Minuten. Vom Brandenburger Tor gingen wir den Boulevard „Unter den Linden“ entlang zum Gendarmenmarkt, einem der schönsten Plätze Europas.
Nachdem wir uns gestärkt hatten, machten wir uns zum Jüdischen Museum auf, das von dem Star-Architekten Daniel Libeskind errichtet wurde. Beeindruckend ist insbesondere, dass Libeskind immer wieder Räume geschaffen hat, die zum Nachdenken anregen. „Der Garten des Exils“, „der Holocaustturm“ und „Gefallenes Laub“ sind hier zu nennen.Anschließend aßen wir gemeinsam zu Abend in einer Pizzeria in der Nähe des Bahnhofs Friedrichstraße. Ein Abstecher führte uns zu guter Letzt noch zum Potsdamer Platz.

Nun hatten alle die nötige Bettschwere und hofften, um 24:00 in der Jugendherberge einzutreffen. Doch weit gefehlt. Ein „Personenschaden“ auf der Strecke zwischen Wannsee und Potsdam verhinderte dies. So trafen wir erst um 2:30 Uhr in unserer Unterkunft ein. Die Zeit bis dahin war auch recht erlebnisreich.

Am nächsten Morgen wurde das Programm mit leichten Veränderungen fortgesetzt. Der Kudamm-Bummel wurde von allen genossen. Die anschließende Shoppingtour auch. Nun wartete der Besuch des Reichtags auf uns. Dort hatten wir einen Termin mit Florian Bernschneider (FDP), einem Mitglied des Bundestages. Doch zunächst mussten sich alle Besucher des Reichstags, natürlich auch die Schüler der 10b, einer genauen Untersuchung unterziehen. Hier kam so manches zu Tage, was vielen recht peinlich war. So wurde von den Ordnungshütern verhindert, dass der Abend, der feuchtfröhlich geplant war, durchgeführt werden konnte.

Florian Bernschneider stellte sich eine Stunde lang den Fragen der SchülerInnen. Der jüngste Abgeordnete, der lieber in Braunschweig als in Berlin wohnt, berichtete z.B., dass er bereits als Schüler – er besuchte das Martino-Katharineum – zu den Jungen Liberalen kam.

Am Abend ging es wieder in die Pizzeria und im Anschluss direkt nach Potsdam, wo einige gespannt das Spiel zwischen Spanien und Portugal verfolgten.

Der letzte Tag führte die SchülerInnen zur East-Side-Gallery. Wir betrachteten die 1300 m lange Mauer, die von Künstlern aus aller Welt bemalt wurde.

Nach einem Stop bei Burger King fuhren wir zu dem ehemaligen Stasi-Gefängnis nach Hohenschönhausen. Hier wurden wir von einem Zeitzeugen geführt, der anschaulich über die Zustände in der Stasi-Haft berichtete. Besser als von einem Betroffenen kann man wohl kaum über den DDR-Unrechtsstaat informiert werden. Der Besuch hinterließ Eindruck und klang auch noch während der Heimfahrt nach.

Pünktlich zum Anpfiff des Spiels Deutschland gegen Italien trafen wir um 20:45 Uhr in Braunschweig auf dem Hauptbahnhof ein. Zumindest die 2. Halbzeit konnten alle in Ruhe vor dem Fernsehapparat verfolgen.

 

Du musst eingeloggt sein um diesen Beitrag zu kommentieren.