Jugendleitercard (Juleica)

card_gDie Jugendleitercard ist ein amtlicher Ausweis, den ehrenamtliche Mitarbeiter der Jugendarbeit seit Ende der 1990er Jahre in Deutschland erwerben können.

Qualifikation
Jeder Inhaber eines Juleica-Ausweises muss eine Ausbildung mit festgelegten Inhalten absolviert haben. Dazu gehören mindestens 50 Stunden, in denen sich die Teilnehmer mit Gruppenpädagogik, Aufsichtspflicht, Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen, Methoden und vielen anderen Themenbereichen beschäftigen. Außerdem muss man auch an einem Erste-Hilfe-Kurs teilnehmen. Diese Schulung ermöglicht es dem Jugendleiter, z.B. eine Jugendfreizeit zu organisieren und durchzuführen.

Ich habe im März 2012 beim Braunschweiger Stadtjugenddienst mit der Juleicaausbildung begonnen. In den Osterferien ging es mit anderen Jugendlichen für eine Woche nach Gernrode in den Harz. Wir waren in dem Cyriakushaus der Stiftskirche St. Cyriakus untergebracht, wo wir jeden Tag einen genau aufgestellten Arbeitsplan abgearbeitet haben. So wurden wir auch in rechtlichen Fragen geschult. Wir haben viel gelernt und zwischendurch wurde immer wieder der Zusammenhalt der Gruppe durch Teamspiele gefördert. Mit diesem Seminar habe ich 40 der vorgegebenen 50 Stunden absolviert. Die restlichen 10 Stunden habe ich bei einem Koch-Seminar abgeleistet. Zum Erwerb der Juleica fehlt mir also nur noch der Erste-Hilfe-Kurs.

Voraussetzungen
Um die Jugendleitercard beantragen zu können, muss man ein ehrenamtliches Mitglied eines Trägers der Jugendarbeit sein. Weitere Voraussetzungen sind das Mindestalter von 16 Jahren und die Teilnahme an einer den Richtlinien entsprechenden Ausbildung.

Antrag
Die Juleica kann ausschließlich online beantragt werden (www.juleica.de). Aber man erhält sie von seinem jeweiligen Jugendverband, dem Jugendring, anderen freien Trägern der Jugendhilfe oder dem Jugendamt. Von Bundesland zu Bundesland sind Antragsverfahren jedoch noch mal anders. Man muss sich erkundigen, wie das Verfahren in dem eigenen Bundesland aussieht.

Anerkennung
JugendleiterInnen engagieren sich ehrenamtlich. Das heißt sie erhalten für ihre Tätigkeiten in der Regel kein Geld. Als Gegenleistung werden ihnen daher mit dem Jugendleiter-Ausweis einige Vergünstigungen angeboten. Dabei geht es zum Beispiel um einen Nachlass beim Kauf einer Kinokarte bis hin zu einem kostenlosen Eintritt ins Schwimmbad. Diese Angebote sind aber auch wieder von Region zu Region unterschiedlich.

Legitimation
Mit dem Ausstellen der Karte erhalten die Jugendleiter die Legitimation, mit der sie sich bei den Erziehungsberechtigten, aber auch gegenüber öffentlichen Stellen, wie z.B. Informations- und Beratungsstellen, Jugendeinrichtungen, Polizei und Konsulaten ausweisen können.

Statistik
Am Beispiel Niedersachen kann man sehen, dass im Jahr 2012 eine Anzahl von 7385 Ausweisen ausgestellt wurden. In ganz Deutschland wurden insgesamt 88 278 Ausweise ausgehändigt.

Text: Elyane Listing, Kl. 10b, Schulj. 2012/2013

Quellen:
www.juleica.de
www.Wikipedia.de

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