„Wir. Jugend. Heute. Hier.“

Die SchülerInnen der 10c führten als sogenannte Expeditionsklasse in Zusammenarbeit mit dem Staatstheater ein Videoprojekt durch. Die Theaterpädagogin Jennifer Gaden sagt hierzu: „Eine Expedition ist die Reise einer Gruppe in entlegene Gebiete und unbekannte Territorien. In unserem Fall ist das Neuland die Theaterwelt und die entlegenen Gebiete sind die Inhalte der Stücke, die am Jungen Staatstheater gespielt werden.“ Anstoß zu unserer Expedition war die Besprechung des Dramas „Frühlings Erwachen“ von Frank Wedekind.

Bevor wir mit der Projektarbeit beginnen konnten, mussten unsere Eltern eine Einverständniserklärung unterschreiben, dass wir gefilmt werden durften, da die gedrehten Szenen veröffentlicht werden sollten. Der Sender „TV 38“ erhält die Rechte an den Kurzfilmen. Das benötigte Material wurde von dem Staatstheater bereitgestellt.

Vorbereitung

In der Schule sollten wir uns an zwei Projekttagen zunächst überlegen, wie wir die einzelnen Szenen unseres Musikvideos zu dem Thema „Jugend von heute – Frühlings Erwachen“ gestalten wollten. Jede der vier Gruppen arbeitete an ihrem Musikvideo.

Unsere Gruppe entschied sich, drei Szenen zu drehen. In jeder läuft ein anderes Lied, und die Handlungen passen sich der Wirkung der Musik an. Es sollen die Gefühle Sehnsucht, Freude, Hass und Liebeskummer angesprochen werden.

In der ersten Szene hört man ein sehnsüchtig klingendes Lied und sieht einen Jungen, der das Bild eines Mädchens traurig ansieht. Die zweite Szene ist bestimmt durch zwei Jungen, die nach dem Song „Gangnam Style“ tanzen. In der dritten Szene läuft Rap-Musik, die Schauspieler werden im Video „verprügelt“.

Nachdem wir die einzelnen Szenen geplant hatten, war es das Ziel, diese in den zwei verfügbaren Tagen in ein Musikvideo umzusetzen. Jede Gruppe hatte die Aufgabe, ein etwa drei Minuten langes Video zu drehen.

Drehtage

Wir trafen uns um 8:45 Uhr vor dem Theater, wo uns Jennifer Gaden und Frau Ahlers-Görlach empfingen. Wir gingen in einen Probenraum im Theater. Hier besprachen wir weitere Einzelheiten.

Am ersten Drehtag nahm unsere Gruppe die ersten beiden Szenen auf. Das Drehen der zweiten Szene erwies sich als schwierig, zum einen, weil sie mit zwei Minuten recht lang war. Zum anderen musste Max Thiel zuerst den Tanz zu dem Song „Gangnam-Style“ lernen, um ihn anschließend mit Fahim Akbari vor dem Staatstheater vorführen zu können.

Am zweiten Drehtag mussten wir zwar nur noch eine Szene filmen, jedoch brauchten wir 18 Aufnahmen, bis wir mit der „Prügelszene“ zufrieden waren. Zusätzlich mussten wir noch einzelne Bilder schießen, die im Nachhinein in das Video eingefügt werden sollten.

Die Videos wurden von der Theaterpädagogin Jennifer Gaden geschnitten und nach unseren Wünschen bearbeitet. Der Ton musste ebenfalls hinzugefügt werden, da wir stets ohne Ton gedreht haben.

Ergebnis

Alles in allem haben diese Projekttage sehr viel Spaß gemacht. Lediglich das Wetter hat uns einen Streich gespielt, da es gerade an den Drehtagen geschneit hat und es richtig kalt war. Jeder konnte seine Erfahrungen vor oder hinter der Kamera sammeln und die Ergebnisse haben wir bereits gesehen. Zwei Videos sind sehr ansehnlich und erwecken nicht den Anschein, von Amateuren produziert worden zu sein.

Text: Max Thiel, Maxi Schinke, Kl. 10c, Schuljahr 2012/2013

Bilder: Eva-Maria Ahlers-Görlach

 

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