Überflieger

Manche Lehrer halten Schüler, die sich im Unterricht langweilen, für faul oder dumm. Jedoch haben einige schneller alles verstanden als die anderen. Ihnen erscheint der Unterrichtsstoff ziemlich öde. Diese Schüler sind hochbegabt und meist erkennt man ihre Begabung nicht sofort. Man empfiehlt den besonders Intelligenten dann, eine Klasse zu überspringen, da es ihnen nichts nützt, weiter in der Klasse zu sitzen und sich zu langweilen. Sie lernen dann ja nichts mehr dazu, da sie das meiste schon wissen.

Vor- und Nachteile

Der Vorteil des Überspringens einer Klasse ist vor allem, dass derjenige dann nicht mehr unterfordert ist. Er hat keine Probleme mehr damit, das meiste schon zu wissen und sich im Unterricht nur noch zu langweilen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man viel früher mit der Schule fertig ist; jedoch hat dieses nicht nur positive Seiten. Denn wenn ein Schüler mehrere Klassen überspringt, dann ist er meist viel jünger als seine Mitschüler und dies könnte auch dazu führen, dass er sich ausgeschlossen fühlt oder keinen richtigen Anschluss findet.

Außerdem legen seine Mitschüler ein anderes Benehmen an den Tag und haben wahrscheinlich auch eine ganz andere Tagesplanung. Wenn sie abends feiern gehen, kann man vielleicht nicht mit, weil man dies noch nicht darf (Jugendschutzgesetz!) oder keine Zeit dafür hat, da man jetzt, wo es schwieriger ist, viel mehr arbeiten muss.

Es könnte auch sein, dass die Mitschüler einen nicht mögen, sie halten das Genie vielleicht für einen Streber bzw. Nerd. Ein großer Nachteil ist auch der wechselnde Freundeskreis, man verliert immer wieder seine Mitschüler, die man schon zu Freunden gewonnen hat. Dadurch muss man sich in jeder Klasse einen neuen Freundeskreis suchen und es besteht die Gefahr, diese Freunde  wieder zu verlieren, wenn es einem wieder möglich ist, eine weitere Klasse zu überspringen.

Universität in Hamburg

Die Universität Hamburg ist eine von rund 50 Hochschulen, an der besonders begabte Jugendliche bereits vor dem Abitur studieren können. Die einen sind an ihrer Schule unterfordert, die anderen wollen einfach mal wissen, wie das Leben als Student ist.  An der Uni studieren ca. 34 Jungstudenten. Dieses Projekt gibt es seit 2006. Viele von ihnen machen Scheine, die sie sich später anrechnen lassen können. Laut der Deutschen Telekom-Stiftung, die Frühstudierenden-Programme an den meisten Hochschulen fördert, nehmen bundesweit rund 1700 Gymnasiasten und Gesamtschüler teil, die Tendenz ist steigend. An der Uni in Hamburg müssen die Schüler ihre Zeugnisse der letzten Schuljahre einreichen sowie ein Empfehlungsschreiben des Schulleiters.

Meinungen

Persönlich finde es sehr gut, dass sich die Universitäten viel Mühe mit den hochbegabten Schülern geben. Ich verstehe, wenn intelligente Schüler eine Klasse überspringen möchten. Persönlich kenne ich ein Mädchen, das das Angebot, eine Klasse zu überspringen, ablehnte. (Lena Gural, 10b)

Es ist natürlich jedem selbst überlassen, ob er eine Klasse überspringen möchte. Wenn man das Angebot bekommt, kann man es natürlich auch annehmen, bevor man sich dann weiter im Unterricht nur langweilt. Jedoch würde ich selber das Angebot nicht annehmen, da es mir ein zu großes Risiko wäre, im nächsten Schuljahr dann nicht mehr mitzukommen. (Raffaela Grobe, 10b)

Text: Lena Gural, Raffaela Grobe, Kl. 10b, Schulj. 2012/13

Bildquelle: http://www.h-age.net/images/geokompakt-intelligenz-begabung-kreativitaet.jpg

 

 

 

Keine Kommentare

  1. Euer Text zeigt gut wie diese Schüler durchs Leben gehen und welche Vorteile und Nachteile sie haben. Insgesamt ein sehr gut informierender Text.

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