Theatraler Parcours zu „Romeo und Julia“

Die SchülerInnen der Kl. 10a besuchten im Sommer 2013 das Haus Drei des Staatstheaters im Magniviertel zu einem ganz besonderen Theatererlebnis. Fünf Stunden lang sollten die SchülerInnen sich mit dem Thema Liebe und Freundschaft auseinandersetzen.

Nach einem freundlichen Empfang werden wir zum Gemüseschneiden in ein Zimmer geführt, wo wir das Hochzeitsmahl von Romeo und Julia vorbereiten sollen. Während der Essenszubereitung stürmt eine Frau herein und fordert eine Gruppe auf, mit ihr hinauszugehen. Dort zeigt sie uns Julias blutverschmierten Schleier und teilt uns mit, dass Romeo und Julia verschwunden seien. Daraufhin machen wir uns auf die Suche nach ihnen.

Auf dem Weg treffen wir auf einen ahnungslosen Priester, der sich auf die Hochzeit vorbereitet und geschockt ist, als wir ihm die Nachricht von Romeos und Julias Verschwinden überbringen. Er meint, dass wir uns auf die Suche nach Rosalinde, Romeos ehemaliger Freundin, machen sollen. Er beschreibt uns den Weg, sodass wir Rosalinde recht schnell finden.

Sie erzählt uns Geschichten von Romeo und erweckt den Eindruck, als wolle sie ihn unbedingt zurück. Sie gibt uns einen MP3-Player. Die Stimme, die wir über den Player hören, gibt uns Anweisungen, wohin wir nun gehen sollen.

Schließlich werden wir zu Romeos bestem Freund Merkutio dirigiert, der sagt, dass er nur noch eine Nebenrolle gespielt hätte, als sich Romeo und Julia näher kamen. Er ist eifersüchtig: „Romeo ist mit dieser Bitch abgedampft, nicht einmal eine SMS hat er mir geschickt!“

An der nächsten Station werden von uns Sprüche gesammelt, mit denen man jemanden anbaggern kann wie: „Ich bin vom ADAC. Darf ich dich abschleppen?“ Anschließend sollen wir den Hausmeister suchen, der in dem Wohnviertel von Romeo und Julia tätig ist. Dieser berichtet, dass die Familien der beiden Liebenden verfeindet seien und dass sich Romeo und Julia immer von Fenster zu Fenster beobachtet hätten. Unter dem Vorwand, dass es gefährlich sei, weiter dort zu bleiben, vertreibt er uns.

Auf unserem weiteren Weg kommen wir zu einem Bäcker. Die dortige Verkäuferin überreicht uns Brötchen, die für das Hochzeitsmahl gedacht sind. Außerdem gibt sie uns ein kleines Heftchen mit Bildern. Diese stellen verschiedene Orte der Umgebung dar, die uns den weiteren Weg zeigen sollen. Wir suchen alle Orte auf und landen schließlich bei einer Frau mit Räucherstäbchen, die behauptet, dass sie unsere Zukunft vorhersehen könne.

Schließlich endet unser Weg wieder in Haus Drei. Dort ist in der Zwischenzeit im Garten des Hauses eine lange Tafel gedeckt worden. Wir dürfen Platz nehmen und die Hochzeitssuppe essen, die wir vor dem Parcours zubereitet haben. Hier sitzen wir nun gemeinsam mit den Schauspielern, die sich ebenfalls wieder eingefunden haben und sich auch über das Essen freuen.

Nach dem Mittagessen finden verschiedene Workshops statt. Wir dürfen in verschiedenen Gruppen Videos, Standbilder, Texte und Podcasts produzieren. Die Ergebnisse werden noch am selben Tag den anderen präsentiert. Danach verabschieden wir uns und treten den Heimweg an.

Dieses Projekt des Staatstheaters ist eine sehr gelungene Aktion und wird uns positiv in Erinnerung bleiben.

Text: Burak Bütüner, Cüneyt Franke, Kl. 10a, Schulj. 2013/14

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