Einstellungstest bei der Feuerwehr

8:00 Uhr morgens, Hauptfeuerwache Braunschweig. 40 sportliche und topfite Jugendliche stehen vor dem Tor und warten darauf, alles zu geben für ihren Traumjob – Berufsfeuerwehrmann. Ein guter Mix aus Abwechslung, Kameradschaft, Action und dem guten Gefühl, anderen zu helfen. Und das hier ist meine Geschichte, wie ich selbst den Einstellungstest erlebt habe:

Zuerst folgt eine kleine Einweisung, anschließend werden wir in vier Gruppen eingeteilt. Alle fünf Stationen werden gruppenweise abgearbeitet: Laufen, Schwimmen, eine Drehleiter besteigen, Erste Hilfe und die Kriechstrecke für AGT (Atemschutzgeräteträger). Der Abbruch einer Übung oder Fehlverhalten führen zur sofortigen Disqualifikation! Wir beginnen mit dem Laufen von der Feuerwehrstraße zum Ölper See (4,5 km) und wieder zurück – wer stehenbleibt, ist raus. Wieder angekommen, geht es völlig durchgeschwitzt mit dem Feuerwehrauto zum Heidbergbad. 200 m Brustschwimmen, 50 m Rückenschwimmen ohne Arme, Sprung vom Dreimeterbrett, Streckentauchen und einen 5-kg-Ring aus 3,80 m Tiefe hochholen zählen zu den Prüfungen.

Wieder auf der Feuerwache angekommen, darf man sich dann selbst aussuchen, welche Station man zuerst absolvieren möchte. Ich habe mich für die Drehleiter entschieden, da ich keine Höhenangst habe und schon einmal eine solche bestiegen habe. Problemlos klettere ich die Leiter 25 m hinauf und bin nach zwei Minuten wieder unten. Dann kommen Übungssituationen zur Ersten Hilfe, über die wir aber nicht reden dürfen, damit andere Bewerber keine Vorteile haben. Die letzte Station ist der Atemschutz-Parcours. Also Jacke und Überhose anziehen, Helm aufsetzen, Stiefel anziehen und zum Schluss noch die ca. 15 kg schwere PA (Pressluft-Atmer)-Flasche auf den Rücken. Dann geht es durch eine 3-stöckige Übungsstrecke im Keller der Feuerwache. Dort müssen verschiedene Hindernisse wie Leitern, Löcher im Boden, Schrägen oder Kriechtunnel überwunden werden. Um die Schwierigkeit zu erhöhen, ist der Raum völlig dunkel, vernebelt und beheizt.

Um ca. 18:00 dürfen wir dann nach Hause gehen. Es ist ein wirklich anstrengender Tag gewesen, der einem auch seine persönlichen Grenzen aufzeigt. Der Tag hat mir aber auch gezeigt, dass dies genau der richtige Beruf für mich ist und dass er mir Spaß macht.

Text: Marvin Klose, Kl. 10a, Schuljahr 2013/14

Keine Kommentare

  1. Interessant zu wissen was man bei den Prüfungen machen muss, für Leute die das auch machen wollen.
    (ich hoffe es klappt bei mir auch so gut)

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