„Monster“

Das Theaterstück „Monster“ von David Greig hatte am Freitag, dem 13.09.2013, in Braunschweig Premiere. Die Monster in dem Stück sind eine Metapher für Probleme, denen man sich nicht stellt oder die jemandem unangenehm sind. Diese verschwinden alle in einem Schrank.

Es geht um Duck Macatarsney, ein 16-jähriges Mädchen, das mit seinem an Multipler Sklerose (MS) erkrankten Vater allein lebt. Ihre Mutter ist bei einem Motorradunfall, als Duck drei Jahre alt war, gestorben. Duck ist die Kurzform für Ducati, welches die Lieblingsmotorradmarke ihrer Mutter war. Das Jugendamt hat sich angekündigt und nun hat Duck Angst, dass sie von ihrem Vater getrennt und in Betreuung gegeben wird. Als wäre dieses nicht schon genug, bekommt ihr Vater auch noch kurz vorher einen krankheitsbedingten Schub und erblindet vorübergehend. Zusammen üben sie für den Besuch von Linda Underhill, der Frau vom Jugendamt. Die beiden sind gut vorbereitet, sodass eigentlich nichts schief gehen dürfte. Allerdings kommt die „Fee der Katastrophe“ zu Besuch und ruiniert alles. Aber auch Agnetha, die Freundin des Vaters aus dem Onlinespiel „Otherworld“, und Lawrence Lofthouse, ein Junge aus Ducks Theaterkurs, auf den sie steht, spielen eine Rolle, sodass nicht alles glatt läuft.

Luis Lüps, Anja Signitzer, Anja Dreischmeier, Ravi Marcel Büttke, die Darsteller des Jungen Staatstheaters Braunschweig, spielen in dem Stück die Rockband „Die fabelhaften Duckettes“. Sie erzählen die Geschichte von Duck, wobei sie im Laufe des Stücks immer wieder die Rollen tauschen. Zu Beginn leiten sie die Geschichte ein, indem sie kurz von Ducks Leben und ihrem Aussehen sprechen.

Wenn man in den Theatersaal kommt, sieht man zunächst ein ordentliches Bühnenbild. Es stellt eine kleine Wohnung dar, in der der Schrank für die Monster nicht fehlt. Am Anfang des Stücks verändern die Schauspieler dieses Bühnenbild und im Laufe der Handlung kommt eine Menge Müll hinzu. Nun sieht es chaotisch und durcheinander aus. Die Kostüme sind verrückt: Ravi trägt einen Schottenrock über seiner Hose und als Miss Underhill eine pinke Jacke und Haarspangen, Anja D. als Agnetha ein rotes Haarbüschel, Anja S. leuchtend grüne Stiefel und Luis ein kaputtes Hemd und eine schmutzige Jacke. Die Frauen Anja und Anja sind dezent geschminkt, während die Männer Ravi und Luis auffälliger erscheinen.

Das Besondere an der Inszenierung ist, dass diese ernste Thematik – Kinder, die sich um ihre kranken Eltern kümmern, – als Komödie dargestellt wird. Dennoch fasst man es nicht falsch auf, weil man dadurch Hoffnung bekommt, dass man auch mit einer schwierigen Krankheit im Leben zurechtkommen kann. Die schauspielerischen Leistungen sind sehr gut, denn es wird mit viel Körpereinsatz gespielt. Wenn mal ein Fehler gemacht oder der Text vergessen wird, wird dieses einfach überspielt, so dass man es kaum bemerkt. Das Theaterstück kommt gut an, denn die Besucher lachen alle sehr viel und haben Spaß am Gesehenen.

Text: Sandra Wolfsperger, Kl. 10a, Schulj. 2013/14

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