Cannabis

Cannabis ist ein Rauschmittel, dessen Besitz, jedoch nicht dessen Konsum in Deutschland verboten ist. Von der Cannabispflanze werden nur die Blüten geraucht, da in diesen der THC-Gehalt – der hauptsächlich Rausch bewirkende Bestandteil der Hanfpflanze – besonders hoch ist. Diese in Deutschland verbotene Droge wird in allen Schichten der Bevölkerung konsumiert und ist die am meisten genutzte illegale Droge in Deutschland.

Wenn man jedoch Cannabis genommen hat und am Straßenverkehr teilnimmt, führt dies zu einer Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und kann zu einem Entzug des Führerscheins führen, wenn man denn einen besitzt. Wenn nicht, führt es dazu, dass man, bevor man seinen Führerschein kriegen kann, einen Beweis vorlegen muss, dass man „clean“ ist.

Die Wirkung von Cannabis kann positive, aber auch negative Empfindungen hervorrufen. Sie wird als entspannend und bewusstseinserweiternd beschrieben. Zum einen wird der Appetit und zum anderen wird die Kommunikationsfreudigkeit angeregt. Meist wird das Gefühlsleben verstärkt und in der Regel von einem positiveren Lebensgefühl und dem Gefühl der innigeren Verbundenheit mit vertrauten Personen berichtet; gelegentlich können die Emotionen aber auch in Angst, Traurigkeit, Misstrauen oder Veränderung der Persönlichkeit umschlagen.

Wenn der Konsum jedoch überhandnimmt, dann gibt es die Möglichkeit, zur DROBS zu gehen. Bei der Drogen- und Suchtberatungsstelle in Braunschweig erhält man Hilfe, wenn man feststellt, dass man von den Drogen nicht mehr alleine wegkommt. Auch Eltern können dort hingehen, um sich Informationen und Hilfe zu holen, wenn sie den Verdacht haben, dass ihre Kinder Drogen nehmen. Allerdings gibt es weitaus weniger Cannabis-Konsumenten, die diese Hilfe beanspruchen als andere Süchtige. Jüngere Konsumenten gehen eher gezwungenermaßen zur Beratung, weil ihre Eltern oder die Polizei sie schicken. Je älter die Konsumenten sind, desto wahrscheinlicher wird es, dass sie aus eigenen Stücken eine Beratung anstreben. Diese Beratung ist natürlich anonym und es gelangen keine Informationen an die Polizei.

Cannabis wird auch für medizinische Zwecke genutzt. Cannabis wird allerdings nur bei schweren Erkrankungen wie Krebs verschrieben. Es führt bei dem Erkrankten zur Entspannung der Muskeln, Minderung der Schmerzen und zu einem gesteigerten Appetit.

Ein negativer Aspekt ist zum Beispiel die Schädigung des Kurzzeitgedächtnisses. Außerdem kann dauerhafter Konsum die Lernfähigkeit mindern und zu Atemwegserkrankungen führen. Man hört von Leuten, deren Schulleistung nach längerem exzessivem Konsumverhalten deutlich absinkt. Zudem gibt es auch Leute, die ihre sozialen Kontakte auf Grund ihrer Sucht vernachlässigen.

In Braunschweig wird, was das Thema „Cannabis“ angeht, besonders hart durchgegriffen. Man hört immer wieder, dass auf öffentlichen Festen in Braunschweig oder in den Parks (Museumspark, Theaterpark, Prinzenpark) Zivilpolizisten Jugendliche auf Cannabis durchsuchen.
Wir haben von einem Fall gehört, dass ein Jugendlicher, der im Theaterpark etwas essen wollte, von einer Zivilstreife wegen eines möglichen Besitzes von Cannabis kontrolliert wurde.

Quellen:
Gespräch mit Herrn Bremer-Huhn von der Drogenberatungsstelle
Gespräch mit dem Polizisten, Herrn Weidemann
http://de.wikipedia.org/wiki/Cannabis_als_Arzneimittel
http://de.wikipedia.org/wiki/Cannabis_als_Rauschmittel
http://hanfverband.de/

Text: Nils Kohlmeyer, Maximilian Schinke, Klasse 10c, Schulj. 2013/2014

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