Borderline

Selbsthass, unkontrollierte Stimmungsschwankungen und Gefühlsausbrüche, Angst vorm Verlassenwerden und ein gestörtes Selbstbild können Anzeichen einer Borderline-Erkrankung sein. Nun stellt sich die Frage, was das Borderline-Syndrom überhaupt ist.

Das Borderline-Syndrom ist eine Persönlichkeitsstörung. Die Betroffenen sind im Umgang mit ihren Mitmenschen und in ihren Gefühlregungen schwankend. Diese Menschen haben ein gestörtes Selbstbild und ihre Gefühlslage ist stark wechselhaft, d.h. sie haben Probleme ihre Gefühle zu regulieren und leben diese stark aus.

Häufig beeinflusst die Borderline-Störung die Beziehungen des Betroffenen. Die Partnerschaften sind intensiv, doch der Partner kann schnell abgewertet werden, wenn er die Erwartungen des Erkrankten nicht erfüllen kann.

Erkrankte Menschen gefährden sich oft selbst. Dazu gehören z.B. Drogenkonsum, ein selbstverletzendes Verhalten (Schnittverletzungen, Brandwunden ect.) oder Drohungen mit Suizid. Damit wollen sie das Verlassenwerden vermeiden, denn Borderliner haben eine starke Bindung zu anderen Menschen und Angst, allein gelassen zu werden.

Ursachen einer Borderline-Störung
Häufige Ursachen einer Persönlichkeitsstörung sind traumatische Erlebnisse wie Missbrauch in der Kindheit bzw. Jugend, körperliche oder häusliche Gewalt und Vergewaltigung. Genetische Faktoren können dabei auch eine entscheidende Rolle spielen.

Therapie
Heilen kann man das Borderline-Syndrom nicht. Man kann es jedoch behandeln. Die Patienten müssen gefestigt werden, sodass sie ihre Stimmungsschwankungen besser kontrollieren und ihre Probleme deuten können. Trotz allem erweist sich eine Therapie als schwierig, da die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Therapeut und Patient unter den gefühlsmäßigen Schwankungen des Betroffenen leiden kann. Der Therapeut wird unter Umständen von dem Erkrankten verherrlicht. Aus diesem Grund wechseln Borderline-Patienten häufig den Therapeuten. Bei lebensbedrohlichem Verhalten ist eine stationäre Behandlung die bevorzugte Variante.

Weil der Umgang mit Menschen, die an dem Borderline-Syndrom leiden, so schwierig ist, braucht man viel Geduld mit ihnen. Folgt man aber der Lebensgeschichte der Betroffenen, wird deutlich, dass diese Menschen auf der Suche nach Anerkennung, Geborgenheit und Liebe sind, die sie in ihrer Kindheit nie bekommen haben.

Text: Alexa Rother, Daniela Burgardt, Kl.10b, Schulj. 2013/14

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