Rap Hip-Hop

Hip-Hop ist eine kulturelle Bewegung und ein Lifestyle, der seine Ursprünge in den afroamerikanischen Ghettos der 1970er Jahre findet. Mittlerweile hat sich Hip-Hop zu einer weltweiten Subkultur der Jugend entwickelt. Rap ist eine Art Sprechgesang und Teil der Kultur des Hip-Hops. Rap hat sich in der heutigen Zeit teilweise von seinen Wurzeln des Hip-Hops gelöst und wird oft in anderen Musikstilen eingesetzt.
Rap hat sich, wie ich finde, zu einem sehr interessanten Musikgenre entwickelt. Die verschiedenen Rap-Künstler (Artists) haben meist alle ihren eigenen individuellen Stil. So kann jeder seine Lieder (Tracks) zum Beispiel mit den unterschiedlichsten Beats untermalen.
Der Flow ist die Art, wie der Rapper auf den Takt rappt. Der Rapper kann normal, sprich schlicht im Takt rappen, er kann aber auch mit doppelter Geschwindigkeit auf den Takt rappen. Dies würde man dann Doubletime nennen. Doubletime wird von vielen Rappern weltweit genutzt. Ein in Deutschland prominenter Rapper, welcher bekannt für seine „Doubletime-Skills“ ist, ist Kollegah. Im amerikanischen Rap-Raum (Ami-Rap) wird diese Art des Flows auch oft genutzt. Ein Beispiel dafür wäre der Rapper „Tech N9ne“. Eine noch höhere Steigerung des Doubletimes wäre der Trippletime. Dies ist die Königsdisziplin des Schnell-Rappens. Der Rapper flowt mit dreifacher Geschwindigkeit. Es gibt aber auch das genaue Gegenteil – den Halftime. Hier wird nicht doppelt so schnell wie der Takt/Beat gerappt, sondern halb so schnell.

In den „Hooklines“ (Refrains) wird oft auch das Stilmittel des Gesangs benutzt, damit die Lieder auch mehrfach hörbar sind und gut ins Ohr gehen.
Mit Rap/Hip-Hop wird außerdem auch oft der Freestyle verbunden. Freestyle bedeutet, dass verschiedene Raptexte ohne vorgeschriebenen Text durchgerappt werden. Es gibt viele Freestyle-Battles, in denen sich zwei Künstler (manchmal auch Gruppen) auf der Bühne gegenseitig versuchen zu „dissen“. Dabei geht es darum, den anderen mit möglichst einfallsreichen oder lustigen Lines niederzumachen. Das Ganze findet aber nur auf der Bühne statt. Nach dem Battle, wenn sich die Zuschauer für den Besseren entschieden haben, wird sich meist die Hand gegeben und es ist alles wieder gut. Ein in Deutschland bekannter „Freestyle-Battle“ wäre z.B. „Rap am Mittwoch“ oder „Feuer über Deutschland“. Für Leute, die mit diesem Begriff nichts anzufangen wissen, sich aber trotzdem gern mal damit beschäftigen würden, wäre der Film „8Mile“ von Eminem zu empfehlen.

Eine weitere Untergruppe des Raps wäre der Battle-Rap. Ähnlich dem „Freestyle-Battle“ hat man dort einen Gegner, den es gilt niederzumachen. Battle-Rap muss aber nicht immer einen wirklich existierenden Gegner haben. Es kann auch ein imaginärer Gegner „gedisst“ werden. In Deutschland hat sich der „Battle-Rap“ mit dem Auftreten des VBT’s von rappers.in (Video-Battle-Turnier) etabliert. Das erste VBT fand 2009 statt, aber erst mit dem VBT 2012 wurde das Ganze wirklich bekannt. Dort hat jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist, die Möglichkeit sich mit einem Video zu bewerben. Zuschauer im Internet können den besten Rap-Künstler in die nähere Auswahl wählen. Dadurch haben auch bisher unbekannte Künstler die Möglichkeit, Bekanntheit zu erlangen.

Text: Maximilian Schinke, Kl. 10c, Schulj. 2013/14
Bild: www.flickr.com Klaus Friese

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