Computersucht

Computer und Internet gehören für viele Jugendliche zum Alltag. Aber es gibt auch Jugendliche, die ihre gesamte Freizeit vor dem Computer verbringen.

Dies kann körperliche Folgen haben wie Schlafmangel, Übergewicht durch unregelmäßiges Essen und den Verzehr kalorienreicher Lebensmittel. Die sozialen Kontakte nehmen ab, weil die Betroffenen gar nichts mehr mit Freunden unternehmen wollen.

Diese Folgen konnte ich sehr gut bei einem Kumpel beobachten, der 14 Jahre alt war, als es bei ihm begann. Zuerst fing alles damit an, dass er morgens nicht pünktlich zum Bus kam. Er wurde immer unpünktlicher, bis er schließlich gar nicht mehr in der Schule erschien. Außerdem zeigte er sich nicht regelmäßig beim Fußball-Training. Nach einigen Monaten hatte er sogar keine Zeit mehr für seine Freunde und man konnte ihm ansehen, dass er deutlich zugenommen hatte. Nach etwa einem Jahr bemerkte er selbst, dass es so nicht weitergehen kann und er suchte nach Hilfe.

Weg aus der Sucht
Er recherchierte im Internet, was man gegen die Computersucht tun kann. Er fand heraus, dass man ein sogenanntes „Tagebuch“ führen kann, in dem man dokumentieren soll, wie lange man den Computer täglich nutzt. Danach wurde vorgeschlagen, dass man die Zeiten pro Tag verringert. Zuerst reduzierte er die Zeiten um 30 Minuten. Er setzte diese immer weiter herab, bis er es nach ca. 9 Monaten endlich geschafft hatte, die Zeit am Computer auf ein normales Maß zu reduzieren. Zu diesem Zeitpunkt unternahm er wieder etwas mit Freunden und nahm am Fußballtraining teil.

Aber leider bemerken nicht alle Computersüchtigen von selbst, dass es so nicht weitergehen kann. Es ist wichtig, dass die Familie und Freunde den Computersüchtigen darauf aufmerksam machen, dass es nicht mehr normal ist, wie lange er täglich den Computer nutzt. Falls ein „Tagebuch“ nicht mehr weiterhilft, sollte man sich professionelle Hilfe suchen.

Text:  Steven Schreiber, Klasse 10a, Schuljahr 14/15
Bild: Eva-Maria Ahlers-Görlach

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