Die Arbeit der Konfliktlotsen

Das derzeitige Konfliktlotsenteam besteht aus den Zehntklässlern Marvin Fuhrmann, Hayko Yannar, Anna Sass, Michelle Queck, Jessica Herzog-Schultz, Marius Brand, Marcel Rahf und unserer Lehrerin Frau Bothe. Wir versuchen Probleme und Konflikte anderer Schüler gemeinsam in einem Gespräch zu lösen. Es ist sehr schön zu sehen, dass unsere AG weitergeführt wird, da wir genug Nachfolger haben, die uns ersetzen können, wenn wir im Juli die Schule verlassen werden. Im März 2015 veranstalteten wir ein eintägiges Seminar, in dem die „alten“ Konfliktlotsen die „neuen“ auf ihre Aufgaben vorbereiteten.

Um Probleme zwischen Schülern zu lösen, kommen die Betroffenen zu uns in den Konfliktlotsenraum im Zwischendeck, welcher in den beiden großen Pausen besetzt ist. Ebenso können sie jeden zweiten Montag im Raum 304 in der siebten und achten Stunde zu uns kommen.
Dies muss auf freiwilliger Basis stattfinden, da sonst das Lösen des Problems sehr schwierig wird, weil die Konfliktparteien dann meist nicht bereit sind, mit uns zu reden.

Das Wichtigste an unserer Arbeit ist, dass wir mit den Betroffenen reden, weil dadurch meist das eigentliche Problem erkannt wird. Weiterhin ist es erforderlich, dass die Betroffenen Vertrauen zu uns haben, um später leichter mit uns reden zu können. Die häufigste Ursache für ein Problem ist ein Missverständnis, welches wir versuchen zu klären. Das hilft dann ungemein, den Konflikt der Schüler zu lösen.

Wir arbeiten nach dem „Eisbergprinzip“. Das bedeutet, dass wir nicht nur versuchen, das Problem zu ergründen, das sich „über der Wasseroberfläche“ befindet, sondern auch den Teil, der sich darunter verbirgt. Das probieren wir, indem wir erst mit der einen Partei sprechen und dann mit der anderen und zum Schluss mit beiden zusammen, damit sie sich gegenseitig ausreden lassen und am Ende einen Kompromiss oder eine Lösung finden.

Text: Marcel Rahf, Kl. 10a, Schuljahr 2014/15
Bild: Heidemarie Bothe

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