Wie ich zum Rudern kam

2006 gab es am Südsee eine Unternehmung, die sich „Aktion Goldfisch“ nannte. Dort stellten sich verschiedene Sportvereine aus Braunschweig vor, so auch der Ruderklub „Normannia“ Braunschweig, den ich mir näher ansah. Als ich im Ruderboot saß, wollte ich nicht mehr aussteigen. Leider war ich zu dem Zeitpunkt noch zu jung, um mit dem Rudern anzufangen, da man mindestens 9-10 Jahre alt sein muss und den Freischwimmer besitzen sollte. Also musste ich noch zwei Jahre warten. In den Sommerferien 2008 ging ich das erste Mal zum Training. Das hat mir so gut gefallen, dass ich seitdem dreimal in der Woche zum Training gehe.

Mit meinem Freund trainiere ich so oft wie möglich im Zweier. Das macht uns sehr viel Spaß, weil man perfekt zusammenfahren muss und schon im Voraus wissen muss, was der andere tun wird.

Als 2011 endlich die Ersten Deutschen Kindermeisterschaften veranstaltet wurden, wollten wir im Zweier antreten. Zwei Mädchen wollten jedoch mit uns im Vierer teilnehmen, was unser Trainer unterstützte. Doch das stellte sich als Fehler heraus, da wir bei den Meisterschaften einen der letzten Plätze belegten, worüber ich ein bisschen enttäuscht war.

Für die Meisterschaften 2012 trainierten wir vier bis fünf Mal in der Woche je zwei bis drei Stunden lang. Unser Fleiß zahlte sich aus; wir wurden Deutsche Jugendmeister auf der Langstrecke (3000 Meter) und belegten den 2. Platz auf der Kurzstrecke (1000 Meter). Das war eines der schönsten Erlebnisse beim Rudern. Aber das beste war, dass wir durch den Sieg auf der Langstrecke in unserer Leistungsklasse einen Lehrgang im Olympiastützpunkt in Ratzeburg gewannen.

Bei den Meisterschaften 2013 wollten wir unseren Titel verteidigen, was uns zwar auf der Langstrecke gelang, aber leider nicht auf der Kurzstrecke, worüber ich sehr enttäuscht war.

Als ich 2014 endlich Junior war, ging ich nach Thune an den Mittellandkanal, wo sich das Bootshaus der Junioren unseres Vereins befindet, das die guten und schnellen Rennruderboote beherbergt. Da konnte ich dann endlich mit meinem Zweierpartner zusammen fahren. Die Saison über waren wir sehr erfolgreich. In der Saison 2016 wollen wir uns noch eine Stufe steigern und dann Zweier ohne fahren, denn da müssen wir absolut perfekt fahren und unser Bestes geben, weil jeder nur einen Riemen hat, um die Seite zu stabilisieren, um nicht zu kentern.

Text und Bild: Marcel Rahf, Klasse 10a, 2014/15

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