Leonce und Lena

Am Montag, dem 1.6.2015, besuchten alle neunten Klassen das Theaterstück „Leonce und Lena“ von Georg Büchner im Kleinen Haus des Staatstheaters. Das Stück wurde sehr modern inszeniert. Schon drei Tage vor der Aufführung kam der Theaterpädagoge Thiemo zu uns in den Unterricht und führte mit uns einen Workshop durch.

Er informierte uns über den Inhalt des Stücks und spielte einige Szenen mit uns nach. Er fragte uns, was wir an Stelle der Protagonisten machen würden. Der zweistündige Workshop machte uns sehr viel Spaß, sodass wir uns auf das Theaterstück schon freuten.

Am Montagvormittag fuhren wir alle mit dem Bus ins Kleine Haus. Die Aufführung fing um 11:00 Uhr an. Die Komödie handelt von dem Prinzen Leonce aus dem Königreich Popo, der ein sehr langweiliges Leben führt, da sein Alltag von seinem Vater bestimmt wird. Sein Vater ist König Peter. Leonce ist ein Träumer, der sehr viel mit seinem besten Freund Valerio unternimmt.

Doch dann teilt sein Vater ihm mit, dass er die Prinzessin Lena aus dem Königreich Pipi heiraten muss. Leonce kennt die Prinzessin Lena gar nicht und will sie auch nicht heiraten. So beschließt er, mit Valerio nach Italien zu fliehen.

Auch Lena wird mitgeteilt, dass sie Prinz Leonce heiraten soll. Da ihr das nicht gefällt, flieht sie mit ihrer Gouvernante nach Italien. Wie der Zufall es will, lernen sich Leonce und Lena einige Tage später zufällig kennen und verlieben sich sofort ineinander. Leonce beschließt, mit Lena wieder ins Königreich Popo zurückzukehren und sie dort zu heiraten.

Doch König Peter will nicht, dass sein Sohn ein „normales“ Mädchen heiratet, es soll die Prinzessin Lena sein. Am Tag der Hochzeit erscheinen beide als Marionetten mit einer Perücke, die ihre Gesichter verdecken, sodass König Peter Leonce und Lena nicht erkennt.

Als sie verheiratet sind, nehmen sie die Perücken ab. König Peter erkennt, dass es sich um Prinz Leonce und Prinzessin Lena handelt. Er freut sich. Leonce und Lena sind sehr überrascht und können es einfach nicht glauben, dass sie sich in den Menschen verliebt haben, den sie heiraten sollten.
Das Stück ist meiner Meinung nach viel zu modern inszeniert worden, sodass viele Schüler sehr verwirrt waren. Es kam sogar häufig vor, dass die Darsteller in der Jugendsprache sprachen. Die Kostüme haben nichts mit der damaligen Zeit – das Stück spielt im 19. Jahrhundert – zu tun.

Es gab auch einen Sänger, der außerhalb der Bühne stand. Die Musik wirkte sehr modern, was wohl auch auf den Einsatz eines sehr starken Basses zurückzuführen ist.

Am besten waren die Lichteffekte, die zwar nicht in das Stück passten, aber uns trotzdem gefallen haben. Die Schauspieler agierten z.T. sehr übertrieben in ihren Rollen.

Im Großen und Ganzen war das Stück okay, da die Geschichte an sich sehr lustig ist, aber nach meinem Geschmack zu modern dargestellt wurde.

Text: Ines Ferchichi, Kl. 9a, Schulj. 2014/2015

Bild: © Volker Beinhorn

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