Sechs Schüler im Praktikum 2015

Am 11.11.15 fuhr Frau Ahlers-Görlach zu sechs Neuntklässlern, die ihr dreiwöchiges Betriebspraktikum absolvieren. Als Berichterstatter war ich dabei. Um 9:00 Uhr ging es los und alle wurden der Reihe nach besucht.

Vier Schülerinnen sind in Kindergärten. Alle vier Kindertagesstätten hatten einen besonderen Geruch; in einem roch es nach Zimt, in einem anderen nach frischem Laub und wieder in einem anderen nach Essen. Die Kinder spielten, bastelten, sangen und tanzten. Die vier Praktikantinnen sagten, sie fühlen sich wohl in dem Kindergarten, und diesen Eindruck machten sie auch. In zwei der Kindergärten war an diesem Tag der Laternenumzug geplant. In einem gab es einen Jungen, der ADHS hat, wodurch er den Erziehern Probleme bereitet. ADHS ist die Abkürzung für Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, eine psychische Störung. Diese Kinder sind außerdem hyperaktiv.

Mit Ausnahme dieses Jungen haben alle Kinder den Praktikantinnen Vertrauen entgegen gebracht und die Schülerinnen hatten viel Spaß bei ihrer Arbeit, auch wenn eine sagte, dass sie lieber doch keine Erzieherin werden möchte.

Ein Schüler arbeitet in einem russischen Supermarkt. Hier roch es nach den verschiedenen Produkten, die dort verkauft werden, so z.B. nach Fleisch und Fisch. Da er aus Kasachstan kommt, und seine Mutter dort arbeitet, hat er keine Probleme, sich zurechtzufinden. Er räumt die Regale ein und hilft, wo er kann. Trotzdem findet er die Arbeit langweilig. Frau Ahlers-Görlach kaufte sich ein russisches Gebäck mit Mohn und Zuckerglasur, was sie ziemlich lecker fand.

Ein anderer Schüler arbeitet in einem Architekturbüro. Betritt man das alte Industriegebäude, in dem sich das moderne Büro befindet, nimmt man sofort den Geruch von Maschinen wahr. Der Praktikant erhielt von seinem Ausbilder die Aufgabe, sein Traumhaus zu entwerfen, das er zuerst mit der Hand gezeichnet und dann am Computer mit einem speziellen Programm entworfen hat. Dieses Programm ist ziemlich kompliziert, aber auch interessant, auch wenn der Praktikant eingeräumte, dass er nur vier bis fünf Tools der über 50 Werkzeuge derzeit benutzen kann. Er überlegt, ob er wirklich Architekt werden soll, da ist er sich noch nicht ganz sicher.

In allen Betrieben herrschte eine fröhliche Stimmung und alle SchülerInnen haben sich zufrieden über den Betrieb geäußert. Die Schülerinnen haben die Kindergärten empfohlen, in dem russischen Laden kann man russische, polnische und ukrainische Produkte kaufen und der Schüler im Architekturbüro wird irgendwann mein Haus entwerfen.

Text: Denis Agadzhanyan, Kl. 9c, Schulj. 2015/16
Bilder: Eva-Maria Ahlers-Görlach

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