ADHS – das Zappelphilipp-Syndrom

Elisabeth, eine Zehntklässlerin, die einmal ADHS hatte, berichtet:

„Als ich ADHS hatte, war ich immer hibbelig und konnte nicht still sitzen, ich musste immer etwas tun. Ich hatte vom 6. Lebensjahr bis zum 8. Lebensjahr eine ausgeprägte ADHS. Meine Eltern haben mich zur Ergotherapie gebracht, wo ich Bilder malen sollte, manchmal habe ich auch geknetet oder mit Ton gearbeitet. Man hat mir Ritalin gegeben; das sind kleine, weiße und süße Pillen, die ich dreimal am Tag nehmen musste.“

Ritalin ist ein Medikament gegen ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung); es wird aber auch von vielen als Droge genommen, da es die Leistung erhöht.

Heute hat Elisabeth keine so sehr ausgeprägte ADHS mehr, aber wenn sie längere Zeit nichts tut, wird sie unruhig und hibbelig. Dann räumt sie auf, fängt an zu lernen oder spielt mit ihrer kleinen Schwester.

Die psychiatrische Störung kann man sowohl in der Kindheit als auch als Erwachsener bekommen. ADHS beeinträchtigt die Bereiche Aufmerksamkeit und Impulsivität, es löst auch körperliche Unruhe (Hyperaktivität) aus.

ADHS ist unter Kindern und Jugendlichen recht hoch, bei Jungen tritt es aber häufiger als bei Mädchen auf. Viele Kinder leiden an dieser psychiatrischen Störung oft noch bis zum Erwachsenenalter. Die Symptome sind häufig Unkonzentriertheit, Hyperaktivität und Impulsivität:

Impulsivität: Lautes Schreien, aggressives Verhalten z.B. gegenüber Mitschülern, Geschwistern; regelrechte Wutausbrüche, Ruhelosigkeit und Bewegungsdrang (Hyperaktivität): nicht still sitzen können.

Konzentrationsmangel und Vergesslichkeit: In der Folge kommt es häufig zu schulischen Problemen. Selbst so alltägliche Aufgaben wie das Zähneputzen werden von ADHS-Patienten häufig einfach „verschwitzt“.

ADHS bringt aber nicht nur Nachteile. So sind z.B. viele ADHS-Betroffene sehr kreativ.

Wie bereits erwähnt, kann jeder ADHS haben. Oft merkt man das nicht sofort, aber es gibt viele Kleinkinder, die davon betroffen sind und im Kindergarten Unsinn machen. Zwei Schülerinnen der Klasse 9c, die in einem Kindergarten Praktikum hatten, haben das erlebt. Die Kinder seien recht schwierig zu kontrollieren, würden die meiste Zeit nur Ärger machen und hören nur auf ihre Eltern.

Text: Denis Agadzhanyan, Kl. 9c, Schulj. 2015/16

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