Biber, Wolf und Luchs siedeln sich in Deutschland wieder an

Viele Tierarten wurden jahrhundertelang aus sportlichen Gründen bejagt oder vergiftet, weil sie den Bauern oder Schäfern die Lebensgrundlage nahmen. Die Populationen schrumpften so sehr, dass diese Arten innerhalb einiger Jahrzehnte aus Deutschland komplett verschwanden. Naturschützer setzen sich für den Erhalt von Tierarten und deren Wiederansiedlung ein.

So ist es beispielsweise beim Wolf. Er hat bereits seit dem Mittelalter ein ziemlich schlechtes Image. Seit über 150 Jahren gilt Deutschland daher als wolfsfrei. Nun gibt es seit dem Jahr 2000 immer mehr Rudel bei uns. Knapp 100 Wölfe leben in Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Die Angst vor dem Wolf ist aber berechtigt. Wölfe, die auf Menschen treffen, sind oftmals nicht so scheu, wie es immer erzählt wird. Einige Tiere sind eher neugierig und denken nicht daran zu verschwinden, wenn sie auf uns treffen. Aggression ist aber auch nur selten zu spüren. Dennoch sollte man Respekt vor den Wildtieren haben.

Auch die Biberpopulationen wachsen. Der Biber stand kurz vor der Ausrottung, aber durch den Schutz werden wieder mehr Jungtiere geboren. Es gibt zurzeit wieder zwischen 18.000 und 20.000 Tiere, welche überwiegend in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg leben. Oft beschweren sich Leute darüber, dass der Biber in der Kulturlandschaft    Schäden anrichtet, diese sind aber oft unerheblich.

Der Luchs verbreitet sich auch immer mehr und lebt nun im Harz, im Pfälzer Wald, im Schwarzwald und in Nord-Ost-Bayern. Die Wahrscheinlichkeit aber, auf einen Luchs zu treffen, ist sehr gering, weil die Tiere sehr scheu sind und Menschen eher meiden. Die Raubkatzen wurden früher wegen ihres schönen Pelzes gejagt und wurden so fast komplett in Deutschland ausgerottet. Der Luchs hat aber sehr gute Chancen, sich noch mehr in Deutschland zu verbreiten, da sein Image nicht so schlecht ist wie das des Wolfes. Dennoch ist der Mensch der größte Feind des Luchses, da es ab und an leider doch vorkommt, dass junge Luchse bei dem Gang über die Straße überfahren werden. Wenn es vorkommt, dass eine Luchsmutter überfahren wird, sind die Jungtiere auch dem Tode geweiht.

Mein Fazit ist: Jedes Tier sollte in seiner natürlichen Umgebung respektiert werden und ich denke, dass es wichtig ist, Arten zu erhalten, da es auch ein Stück Natur ist, das man zurückbekommt.

Text: Merle Sticklun, 10a, Schulj. 2016/17

Bild: www.pixabay.com

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