„Ich bin ein Büchervielfraß“

Viele Leute fragen mich, warum ich Bücher lese, wenn ich doch stattdessen Filme gucken könnte. Ein Film gibt vor, wie eine Figur oder ein Ort aussieht. Ein Buch dagegen gibt dir einige Merkmale, aus denen du dir z.B. die Hauptfigur zusammenstellen kannst. So hat sie vielleicht Sommersprossen, eine kleine Narbe oder gefärbte Haare. Der Film dagegen zeigt dir, wie die Person aussieht, den du dir beim Lesen vorstellen musst.

Das ist ein Grund, weshalb ich Bücher lese. Ein anderer ist: Gefühle und Gedanken werden in Büchern oft haargenau beschrieben. Was denkt die Hauptfigur über andere Personen? Wie fühlt sich der Protagonist in einer problematischen Situation? Das Innenleben der Hauptakteure spielt in Büchern eine wichtige Rolle. Die Gefühle und Gedanken formen den Protagonisten, lassen ihn sein Ziel weiter verfolgen oder sorgen für eine Wendung in der Geschichte, die man nicht erwartet hätte.

Die Einzigartigkeit der Figuren ist auch ein Grund, warum ich wie verrückt Bücher lese. Das Mädchen mit den roten Haaren und den zwei Augenfarben, der Mann, an dessen Händen Blut klebt, der Junge, der immer lächelt, aber eigentlich depressiv ist. Dadurch stechen sie heraus, erregen unsere Aufmerksamkeit und wir schließen sie ins Herz.

Bücher eröffnen uns Welten, die wir uns so nie vorstellen könnten. Eine Welt, in der Krieg herrscht, Fantasiewesen leben, die Apokalypse stattgefunden hat oder wo ein gefährlicher Terrorist sein Unwesen treibt. Diese Welten sind anders als unsere und doch gibt es mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede.

Die verschiedensten Genres lassen sich finden. Liebesromane, Krimis, Fantasy und viele mehr. Egal ob Jung oder Alt, Mann oder Frau, Sportskanone oder Streber, es gibt für jeden ein Buch, in das er sich verlieben oder mit dem er sich identifizieren kann.

Und die Personen, die uns das alles schenken, die Autoren, sind genauso interessant wie die Bücher selbst. Da wären J. K. Rowling, die Autorin von „Harry Potter“, oder Rick Riordan, der Autor der „Percy-Jackson“-Bücher, zu nennen, der sarkastisch und humorvoll ist. Das sind nur zwei von Hunderten von Autoren, die sich Jahr für Jahr neue Charaktere, Welten und Geschichten ausdenken.

Wann sollte man ein Buch lesen? Immer wenn man Zeit hat. Bücher helfen auch, um sich zu entspannen. Wenn du Stress in der Schule hat, lies einige Kapitel und mach dich erholt an die Arbeit. Bist du traurig, dann lies ein humorvolles Buch. Oder willst du einfach nur ein wenig entspannen, nimm ein Buch, mach es dir bequem, mach dir vielleicht noch Kakao und lies.

Ihr habt ein Buch zu Ende gelesen, aber die Fortsetzung ist noch nicht draußen? Das Internet kann weiterhelfen. Suche nach der Fangemeinde dieses Buches und schließe dich ihr an. So kannst du dich mit anderen Leuten darüber austauschen und eine neue Sichtweise auf das Buch bekommen. Und da es sicherlich noch Sachen gibt, die im Buch nicht erklärt wurden, kommen wir zu einem Teil, der mir nach dem Lesen besonders Spaß macht. So mache ich mir Gedanken über folgende Fragen: Was ist aus diesem Charakter geworden? Wieso will diese Gruppe die Menschheit auslöschen? Welchen Sinn hat dieses Artefakt? Es gibt so viele Thesen, die man zu dem Inhalt des Buches aufstellen kann. Und zu lesen, was andere über das Buch denken, macht genauso viel Spaß.

Aber was ist, wenn ihr eine Bücherreihe zu Ende gelesen habt, die ihr wirklich mochtet? Nun, eine Bücherreihe ist nie zu Ende, solange sie Fans hat. Und solange das Internet existiert. Denn viele Fans schreiben Geschichten, die auf den Büchern aufbauen oder verfassen etwas dazu.

Bücher sind eine Abwechslung zu den ganzen Videospielen, YouTube-Videos und Social-Network-Plattformen. Wenn ihr euch also das nächste Mal fragt, was ihr machen sollt, dann schnappt euch ein Buch und fangt an zu lesen.

Text: Denis Agadzhanyan, Kl.10c, Schulj.2016/17

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